Wiesn Style – So trägt Frau das Dirndl richtig

01/08/2016

Dirndl: Ludwig & Therese // Dirndl Bluse: Gott sei Dank Dirndl // Schmuck: via Ludwig & Therese

Oktoberfest – Es dirndlt wieder!

Die 5. und wohl schönste aller bayerischen Jahreszeiten steht vor der Türe und so langsam sollten wir Madeln uns Gedanken über die diesjährige Tracht machen. Für mich hat sich die Frage dank Ludwig & Therese bereits erledigt: Elegant, grün und doch traditionell soll meine diesjährige Tracht sein. Mit dem heutigen Artikel breche ich ein kleines Tabu, das ich mir selbst auferlegt habe: Keine Dirndl-Kooperationen. Wieso fragt ihr euch? Weil die meisten Trachten da draußen nichts mehr mit der bayerischen Tradition zu tun haben. Schade drum, ist unsere bayerische Tracht doch von Grund auf schön und vielseitig.

Tipps zum Dirndl richtig tragen vs. Trachten-No-Gos

Dirndl ohne Bluse, Leopardenmuster und schwarze Spitzenblusen aus billigem Polyester fluten die Ladentische. Je mehr Dekoletté desto besser und je höher die Sandaletten oder Boots, desto schicker? So ein Schmarrn! Weil es einfach mal gesagt werden muss, meine 5 Dirndl-No-Gos bzw. überlebenswichtigen Dirndl Styling Tipps für euch zusammengefasst:

  1. Kurze Dirndl: Niemals! No way! Geht gar nicht. Waschechte Bayerinnen tragen Midi- oder lange Dirndl, niemals die kurze Mini-Variante, die heutzutage das Oktoberfest flutet wie die kühlen Massen die durstigen Besucher. Wichtig dabei ist zudem, dass jedes Dirndl bei einer Schneiderin entsprechend abgesteckt und gekürzt wird. Dies trifft ebenso auf die Größe selbst zu, denn beim Dirndlkauf gilt: „Was nicht passt, wird passend gemacht.“ Im Inneren des Dirndls ist genügend Stoff vorhanden, um es bis zu eine Größe größer zu machen. So kann das Dirndl größer gemacht werden ohne gleich auf eine ganze Nummer größer zurückgreifen zu müssen (denn je größer, desto breiter z.B. auch die Träger, etc.)
  2. Stoffe & Muster: Ein traditionelles Dirndl besteht aus Baumwolle. Entsprechend auch die bekannten Blümchenmuster in rot, blau oder weiß. Heutzutage sind Dirndl aus Satin ebenso angemessen, auch modernere Muster mit Hirschen & Co. erlaubt. Absolutes No-Go dagegen sind billige Polyesterstoffe und Muster, die nichts mit bayerischer Tradition zu haben. Haben Leoparden, üppige Petticoats oder Booties etwas damit zu tun? Nein.
  3. Hohe Schuhe: Steht es sich damit besser auf der Bierbank? Sieht man die Schuhe bei einem (am besten längeren) Dirndl überhaupt? Nein. Zu einem traditionellen Dirndl gehören Trachtenschuhe. Von flach bis Pumps ist auch hier alles dabei. Wichtig ist, dass die Schuhe wie die Faust aufs Auge zur Tracht passen statt ihm die Schau zu stehlen.
  4. Die Schleife der Schürze: Einer der wichtigsten Tipps, wenn es ums Dirndl geht! Bindet die Dirndlträgerin die Schleife auf der linken Seite, ist sie noch zu haben. Aber vorsicht, wenn die Dame die Schleife rechts gebunden hat: sie ist vergeben oder gar verheiratet.  Mittig gebunden, verrät die Jungfräulichkeit. Hinten tragen nur Verwitwete ihre Schleife. Also Augen auf beim Schleiferl-Binden, liebe Mädels! Echte bayerische Buam wissen die Schleife zu deuten.
  5. Schmuck: Seltsame Hüte mit bunten Plastikfedern, billige Statementketten und Plastik- oder Papierblumenkränze haben so viel mit Tradition zu tun wie Leoparden mit Bayern. Also: Haltet euch an schlichten Dirndlschmuck in Silber oder Perlen. Auch traditionelle Ketten von Oma sind zum Dirndl ebenso gerne gesehen. In München wird gerne die Return to Tiffany Kollektion zum Dirndl getragen – in meinen Augen geht das immer, da es sich um elegante aber solide Schmuckstücke handelt. Mein Dirndl Styling Tipp, was Schmuck angeht: „Weniger ist mehr“.

Wusstet ihr’s? Das Dirndl mit Ausschnitt wie wir es heute kennen, wurde erst in den 30er Jahren entworfen. Zuvor galt es rein als Arbeitskleid junger Mägde (der Dirnen) auf den alpenländischen Bauernhöfen. Das Trägerkleid wurde damals über einem schlichten Baumwoll- oder Leinenhemd getragen, die Schürze war oft aus Bettzeug geschneidert. Wer also heute auf ein Dirndl mit Kragen und hochgeschlossener Bluse zurückgreift, erinnert damit an das Ur-Modell der heutigen bayerischen Tracht.

Ich persönlich bin mehr als glücklich mit meinem grünen Midi-Dirndl von Ludwig & Therese. Dazu habe ich mich für eine hochgeschlossene Gott sei Dank Dirndbluse entschieden, die in ihrer Eleganz jedem Dekolleté etwas voraus hat. Dazu schlichter Schmuck, offenes Haar und die wohl schönste Kulisse, die wir uns hätten wünschen können: den Sylvensteinspeicher im Herzen Bayerns. Wenn ihr mal wissen wollt, wie klar das Wasser in der Südesee ist, solltet ihr dorthin fahren, denn himmlischer geht’s kaum. Wäre der Himmel der Bayern nicht schon belegt, wäre es dieser Ort. Und wie man das in malerischen Kulissen mit Sand so macht: barfuß lautete das Kommando! Auch, wenn diese Location und besonders das nicht vorhandene Schuhwerk etwas unpassend zum Trachten Shooting erscheinen mögen, es ist Bayern wie es lacht und lebt und so hat auch meine Heimat diese traumhaft fast karibische Seite mit Bergpanorama zu bieten. #MeinBayern

 

Wie steht ihr zum Thema Tracht & Heimat?

Ich freue mich auf eure Meinungen und Kommentare!

Nathalie

 

 

 

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Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Ludwig & Therese.

 

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