Home Story – Wohnen im Industrial Style

21/08/2016

Industrial Interior Inspiration – Oder: Das Leben in Schrott

Endlich ist es soweit! Nach nun bereits über 4 Monaten in der #Edelabsteige möchte ich euch einen ersten Blick in unser neues Zuhause geben. Einen Einblick in die Räumlichkeiten, in den Wohnstil, für den wir uns entschieden haben, und in die Ideen, die wir zum Thema Industrial Interior hatten. Der Arbeitstitel unserer Wohnung könnte vermutlich auch sein „Das Leben in Schrott“, denn in so manchen Fällen ist die Dekoration nichts anderes als das. Welch ein Glück, dass der Trend hin zu rostigen Metallteilen und Industrial Vintage Stücken geht!

Lieblingsstücke im Industrial Design

Wo soll ich anfangen? Alles! Bei unserer ersten gemeinsamen Wohnung haben wir uns bewusst dafür entschieden einen Stil von Vorne bis Hinten durchzuziehen. Das heißt: Keine zusammengewürfelten Möbelstücke von Verwandten, keine Überbleibsel aus dem Kinderzimmer oder Käufe aus der Not heraus. Sicherlich kann oder möchte das nicht jeder, für uns war es eine der Grundvoraussetzungen einer eigenen gemeinsamen Wohnung einen gemeinsamen Wunsch-Stil zu leben anstatt ihn in nur über Dekostücke einfließen zu lassen. Weit oben auf der Liste der Lieblingsstücke steht unser gigantisches Sofa – auf dem wir viel zu wenig Zeit verbringen! Aber das Sofa alleine wäre natürlich nicht annähernd Teil eines Industrial Interior Designs, wäre da nicht die wirklich zahlreiche Industrial Dekoration: rostige Metallbuchstaben (unsere Initialen) vom Flohmarkt für unschlagbare 30 Euro/Stück und der Metallpfeil mit Leuchten im Las Vegas Stil stehen wohl auf Platz 1. Da wir uns kein 1000 Euro Regal aus Rohren leisten konnten, haben wir uns für die 70 Euro Version vom Schweden entschieden. Mit den richtigen Pieces bestückt, passt es herrlich ins Industrial Interior und wirkt dabei nicht zu aufdringlich oder klobig. Auf Platz 2 der Lieblingsstücke stehen definitiv alle kupferfarbenen Teile: Die Bogenlampe von KARE, der mehr als coole Beistelltisch via Westwing NOW in Roségold und Kleinigkeiten wie Tablett & Kerzenhalter von H&M Home. Da unsere Wohnung im Erdgeschoss liegt, haben wir an trüben Tagen etwas weniger Licht – helle, leuchtende Farben wie Kupfer bringen hier Farbe & ein gewisses Leuchten ins Spiel. In Kombination mit einer kleinen Tischleuchte wird der kupferfarbene Beistelltisch zum leuchtenden Mittelpunkt an dunklen Tagen. Besonders in Kombination mit unserem dunkelbraunen Sofa, der bläulichen Tapete und den schwarzen Möbeln war dies ein wichtiger Faktor in der Ausgestaltung.

Das (schöne) Problemkind

Der Tisch. Was soll man dazu noch sagen, wenn man die Geschichte schon tausende Male erzählt hat? Man erzählt sie wieder, um die ganzen Absurditäten und Shopping-Momente begreifen zu können. „Kurz“ gefasst: Noch bevor wir unsere Wohnung im März bezogen haben, bestellten wir unseren Tisch im Beton Look – bei Otto.de. Erhalten? Ganze 6 Monate später steht der Tisch nun in seiner vollen Pracht – mit all den richtigen Teilen in der richtigen Farbe. Nachdem der Tisch mehrere Male an die falsche Adresse versandt und dann von Hermes beschädig wurde, sicherte man uns einen neuen, heilen, Tisch zu. Dass die Teile dazu dann Wochen später nur halb und dann auch noch in der falschen Farbe geliefert wurden, trug zum Wohnglück nicht unbedingt bei. Ganze 6 Monate ohne Esstisch? Ging … irgendwie. Hätte besser laufen können. Als man uns mittendrin dann ganze 6 Euro Rabatt für all den Stress versprach, konnten wir unseren Ohren nicht mehr trauen. Glaubt mir, beim Möbelkauf erlebt man so einiges. Und einiges wird euch ärgern, nerven, die Fetzen fliegen lassen, Tränen beim Aufbauen auslösen oder euch am Verstand einiger (Online-)Shops zweifeln lassen. Wenn der Tisch nach 6 Monaten Stress dann endlich steht und das Bild eurer Wohnung so perfekt abrundet wie erträumt, war es das vielleicht doch irgendwo Wert in Kauf genommen zu werden. Vielleicht. Einen höheren Rabatt als die zuerst angekündigten 6 Euro gab es dann übrigens auch noch. Empfehlen kann ich Otto.de – jedenfalls im Bereich Möbel – dennoch nicht mehr. Mit den rasanten Lieferzeiten von Konkurrenten wie z.B. Westwing kann Otto definitiv nicht. Auch das sollte ich euch als Bloggerin bei diesem Interior Post mit auf den Weg geben.

Wohnglück im Industrial Style

Alles in allem sind wir glücklich – mehr als das! Ich hoffe, die Bilder sprechen für sich! Lasst mir gerne eure Kommentare da. Auf welchen Wohnstil fahrt ihr zur Zeit total ab? Lasst es mich wissen! Und nun: viel Spaß mit den übrigen Bildern.

 

Love,

Nathalie

 

Wiesn Style – So trägt Frau das Dirndl richtig

01/08/2016

Dirndl: Ludwig & Therese // Dirndl Bluse: Gott sei Dank Dirndl // Schmuck: via Ludwig & Therese

Oktoberfest – Es dirndlt wieder!

Die 5. und wohl schönste aller bayerischen Jahreszeiten steht vor der Türe und so langsam sollten wir Madeln uns Gedanken über die diesjährige Tracht machen. Für mich hat sich die Frage dank Ludwig & Therese bereits erledigt: Elegant, grün und doch traditionell soll meine diesjährige Tracht sein. Mit dem heutigen Artikel breche ich ein kleines Tabu, das ich mir selbst auferlegt habe: Keine Dirndl-Kooperationen. Wieso fragt ihr euch? Weil die meisten Trachten da draußen nichts mehr mit der bayerischen Tradition zu tun haben. Schade drum, ist unsere bayerische Tracht doch von Grund auf schön und vielseitig.

Tipps zum Dirndl richtig tragen vs. Trachten-No-Gos

Dirndl ohne Bluse, Leopardenmuster und schwarze Spitzenblusen aus billigem Polyester fluten die Ladentische. Je mehr Dekoletté desto besser und je höher die Sandaletten oder Boots, desto schicker? So ein Schmarrn! Weil es einfach mal gesagt werden muss, meine 5 Dirndl-No-Gos bzw. überlebenswichtigen Dirndl Styling Tipps für euch zusammengefasst:

  1. Kurze Dirndl: Niemals! No way! Geht gar nicht. Waschechte Bayerinnen tragen Midi- oder lange Dirndl, niemals die kurze Mini-Variante, die heutzutage das Oktoberfest flutet wie die kühlen Massen die durstigen Besucher. Wichtig dabei ist zudem, dass jedes Dirndl bei einer Schneiderin entsprechend abgesteckt und gekürzt wird. Dies trifft ebenso auf die Größe selbst zu, denn beim Dirndlkauf gilt: „Was nicht passt, wird passend gemacht.“ Im Inneren des Dirndls ist genügend Stoff vorhanden, um es bis zu eine Größe größer zu machen. So kann das Dirndl größer gemacht werden ohne gleich auf eine ganze Nummer größer zurückgreifen zu müssen (denn je größer, desto breiter z.B. auch die Träger, etc.)
  2. Stoffe & Muster: Ein traditionelles Dirndl besteht aus Baumwolle. Entsprechend auch die bekannten Blümchenmuster in rot, blau oder weiß. Heutzutage sind Dirndl aus Satin ebenso angemessen, auch modernere Muster mit Hirschen & Co. erlaubt. Absolutes No-Go dagegen sind billige Polyesterstoffe und Muster, die nichts mit bayerischer Tradition zu haben. Haben Leoparden, üppige Petticoats oder Booties etwas damit zu tun? Nein.
  3. Hohe Schuhe: Steht es sich damit besser auf der Bierbank? Sieht man die Schuhe bei einem (am besten längeren) Dirndl überhaupt? Nein. Zu einem traditionellen Dirndl gehören Trachtenschuhe. Von flach bis Pumps ist auch hier alles dabei. Wichtig ist, dass die Schuhe wie die Faust aufs Auge zur Tracht passen statt ihm die Schau zu stehlen.
  4. Die Schleife der Schürze: Einer der wichtigsten Tipps, wenn es ums Dirndl geht! Bindet die Dirndlträgerin die Schleife auf der linken Seite, ist sie noch zu haben. Aber vorsicht, wenn die Dame die Schleife rechts gebunden hat: sie ist vergeben oder gar verheiratet.  Mittig gebunden, verrät die Jungfräulichkeit. Hinten tragen nur Verwitwete ihre Schleife. Also Augen auf beim Schleiferl-Binden, liebe Mädels! Echte bayerische Buam wissen die Schleife zu deuten.
  5. Schmuck: Seltsame Hüte mit bunten Plastikfedern, billige Statementketten und Plastik- oder Papierblumenkränze haben so viel mit Tradition zu tun wie Leoparden mit Bayern. Also: Haltet euch an schlichten Dirndlschmuck in Silber oder Perlen. Auch traditionelle Ketten von Oma sind zum Dirndl ebenso gerne gesehen. In München wird gerne die Return to Tiffany Kollektion zum Dirndl getragen – in meinen Augen geht das immer, da es sich um elegante aber solide Schmuckstücke handelt. Mein Dirndl Styling Tipp, was Schmuck angeht: „Weniger ist mehr“.

Wusstet ihr’s? Das Dirndl mit Ausschnitt wie wir es heute kennen, wurde erst in den 30er Jahren entworfen. Zuvor galt es rein als Arbeitskleid junger Mägde (der Dirnen) auf den alpenländischen Bauernhöfen. Das Trägerkleid wurde damals über einem schlichten Baumwoll- oder Leinenhemd getragen, die Schürze war oft aus Bettzeug geschneidert. Wer also heute auf ein Dirndl mit Kragen und hochgeschlossener Bluse zurückgreift, erinnert damit an das Ur-Modell der heutigen bayerischen Tracht.

Ich persönlich bin mehr als glücklich mit meinem grünen Midi-Dirndl von Ludwig & Therese. Dazu habe ich mich für eine hochgeschlossene Gott sei Dank Dirndbluse entschieden, die in ihrer Eleganz jedem Dekolleté etwas voraus hat. Dazu schlichter Schmuck, offenes Haar und die wohl schönste Kulisse, die wir uns hätten wünschen können: den Sylvensteinspeicher im Herzen Bayerns. Wenn ihr mal wissen wollt, wie klar das Wasser in der Südesee ist, solltet ihr dorthin fahren, denn himmlischer geht’s kaum. Wäre der Himmel der Bayern nicht schon belegt, wäre es dieser Ort. Und wie man das in malerischen Kulissen mit Sand so macht: barfuß lautete das Kommando! Auch, wenn diese Location und besonders das nicht vorhandene Schuhwerk etwas unpassend zum Trachten Shooting erscheinen mögen, es ist Bayern wie es lacht und lebt und so hat auch meine Heimat diese traumhaft fast karibische Seite mit Bergpanorama zu bieten. #MeinBayern

 

Wie steht ihr zum Thema Tracht & Heimat?

Ich freue mich auf eure Meinungen und Kommentare!

Nathalie

 

 

 

#Sponsored Post

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Ludwig & Therese.

 

Weiße Sneaker kombinieren – Trend look

22/07/2016

   Top: No Name // Skirt: Missguided // Sneakers: Nike Air Max 90 // Rings: Thomas Sabo (V-Ring) & Schmuckrausch // Watch: Fossil

Photography: M. Edel

Sneaker Trend: Must-Have-Teil für die Städtereise

Mein heutiger Outfitpost bedeutet für mich persönlich eine kleine Zeitreise zurück in meinen sonnigen und sehr entspannten Lissabon Urlaub gemeinsam mit meiner Mama. Gedanklich bin ich damit wieder in der Sonne, in den kleinen Gässchen mit morbidem Charme, in den Tapas Bars und den Bäckereien voller köstlicher Gebäckteilchen. Woran ich bei diesen Bilder (glücklicherweise!) nicht sofort denken muss: die endlosen Stufen und Kopfsteinpflaster-Hügel innerhalb der Stadt. Sie waren der einzig „negative“ Aspekt an unserer Städtereise oder jedenfalls der Punkt, der ein wenig Entspannung nahm. Dass ich nach gefühlt tausenden gelaufenen Kilometern über das Pflaster in Lissabon abends entspannten Fußes ins Bett gefallen bin oder sogar auf Straßenfesten der Einheimischen das Tanzbein schwingen konnte, lag einzig und allein an meinem perfekt gewählten Schuhwerk. Statt Sandalen wie jeder normale Mensch habe ich für 30 Grad Hitze nämlich nur eines eingepackt: Sneaker. Okay, ein Paar Birkenstocks war noch mit an Board, aber die gehören wohl auch eher zur Trend-meets-Gesundheits-Front statt in die Mode.

Weiße Sneaker richtig kombinieren – so wird bequem zum Trend

Um ehrlich zu sein, waren Sneaker für mich lange Zeit einfach nur bequem – an Style dachte ich damals noch nicht. Tja, und dann kam mein Freund. Schon beim ersten Date zeigte er mir seine Sneakersammlung (immerhin besser als Briefmarken) und mit der Zeit fing ich an den „Hype“ darum zu verstehen, interessierte mich selbst mehr für Sneaker und bekam zu Weihnachten bzw. als 24. Türchen in meinem Adventskalender die Nike Air Max Jacquard Premium Sneakers mit Camouflage Muster von ihm. Und plötzlich war das Gefühl da: Ich war verliebt! Klar, auch in meinen Freund mit seinen grandiosen Geschenkideen aber auch in den Schuh. Und seitdem schwöre ich auf Sneaker. Sie sind cool & trendy, bequem (das sollte eig. das erste Argument sein) und mittlerweile passen sie zu fast jedem Outfit. Da ich in einer Digitalagentur arbeite, bin ich sowieso nicht an strenge Business Dresscodes gebunden und kann so in die Arbeit gehen wie ich mich am wohlsten fühle. Dass es sich dabei aber nicht nur um Jeans, sondern auch mal Röcke handelt, macht sogar dem Sneaker Trend nichts aus. Lässige Röcke und Maxikleider werden einfach mit Turnschuhen kombiniert. Wichtig dabei ist einzig, dass der Stil in sich stimmig bleibt. So passen zum weißen, lässigen Spitzenkleid gerne mal schwarze Converse-Sneaker und Jersey geht in allen Varianten zum Bequem-Schuh. Dass coole Jeans Looks gut zum Sneaker Trend passen, ist selbsterklärend, die Kombi mit zu eleganten Teilen z.B. aus Seide muss gekonnt sein.

Lissabon? Nur mit Sneakers an deinen Füßen!

In Lissabon haben mir meine Air Max nicht nur die Füße gerettet, sondern auch das Outfit komplettiert. Wie findet ihr den Look? Ich mag die anschmiegsamen Jersey-Teile gerne in Kombination mit Sneakers, die meisten Sandalen hätten hier einen wesentlich mädchenhafteren Style gezaubert. Ach! Über das Tragen von schwarzen Kurzsocken zu weißen Sneakers brauchen wir übrigends nicht zu sprechen. Das weiß sogar ich als noch Sneaker-Laie, dass das besser ginge, hehe! :)

Verratet mir eure Meinung zu Sneakers vs. Eleganten Schuhen in den Kommentaren!
Love

Nathalie

Life Update #1: Über Outfits und den eigenen Stil – Zeit für Veränderung

06/07/2016

Bomberjacket: Zara TRF // Dress: Hanna & Haucke  // Sneakers: Nike Air Max 90

Über Outfits und den eigenen Stil – Zeit für Veränderung

Lange habe ich mit der „neuen“ Ausrichtung meines Blogs gehadert. Bin ich überhaupt noch Fashionbloggerin? Bin ich stylish genug? Sticht mein Stil aus der Masse heraus und sind meine Outfits damit interessant für meine Leser – für euch? Um dem auf den Grund zu gehen, muss ich ausholen:

In den letzten Monaten und auf lange Sicht gesehen im letzten Jahr hat sich mein Leben um 180 Grad gedreht. Neuer Job, neue Beziehung, neues Leben. Sicher hat sich nicht alles für mich verändert, es war vor allem das Umfeld (Hallo, Minga!), das sich und damit mich verändert hat. Veränderungen sind vollkommen normal, das Leben bringt sie mit sich und nichts ist tödlicher als Stillstand. Dennoch fallen mir in einer ruhigen Minute hunderte Punkte ein, die jetzt so vollkommen anders sind als ich sie jahrelang kannte (Jo, Monotonie!). Und zu allen Punkten kann ich sagen: zum Besseren. Ich habe auf den ersten Anlauf genau den Job gefunden und bekommen, der mich erfüllt. Und wie das Schicksal wollte, durfte ich mich am Arbeitsplatz nicht nur auf coole neue Aufgaben konzentrieren, sondern habe nebenbei noch den großen Unbekannten gefunden, von dem wir alle träumen: Mr. Right. Neue Kollegen kamen hinzu; Kollegen, die zu Freunden wurden. Es kamen neue Interessen dazu oder bisherige Interessen wurden plötzlich von Freunden oder dem Partner gepusht. Und so finde ich mich plötzlich wieder in einem Leben aus Social Media Marketing, aus #GymLife und oft genug dem Problem der Work-Life-Balance.

Die Frage des Stils

Ja, mein Stil hat sich verändert. Nur wohin? Dahin, wo ich mich wohlfühle. Zu lange habe ich versucht alles zu sein – von girly bis sportlich war alles dabei. Kann man alles sein? Vielleicht schaffen manche den authentischen und echten Spagat zwischen verschiedenen Rollen, doch ich bin es leid. Und so wurden nach und nach immer mehr mädchenhafte Kleider aussortiert. Die bunten Statementketten wichen schlichten, feinen Schmuckstücken, die Sammlung an Röckchen wurde auf Key-Pieces verschmälert. Statt 5647858374 Teilen im begehbaren Kleiderschrank in meinem Elternhaus beschränke ich mich nun auf wesentlich weniger Lieblingsteile im Schiebetürenschrank in unserer #Edelabsteige. Sicher, hier spielt der Platz eine wortwörtlich große Rolle, doch hat eben diese Veränderung dazu beigetragen, dass ich mich auch outfittechnisch auf das konzentriere, was ich (mittlerweile & aktuell) am Liebsten trage. Und genau das ist doch, was Mode zeigen soll: unsere Persönlichkeit, unser Leben, unsere Interessen! Für mich bedeutete das vor allem, dass ich mich wohlfühle. Und das kann – dank einem coolen Job in der Münchner Agenturwelt – von zerrissener Jeans bis zur ausgefallenen Bomberjacke alles sein, was mein Herz begehrt und bequem findet. Dass ich meinen Stil „heruntergekürzt“ habe, möchte ich nicht negativ ausdrücken. Es ist vielmehr die Konzentration und Ausrichtung auf genau das, was mich begeistert. Und genau das versuche ich euch in meinen folgenden Outfitposts auf dem Blog und auf Instagram für euch einzufangen. In der Hoffnung euch mit Authentizität statt übertriebener Fashion-Week-Outfits ebenso zu inspirieren.

Hier gibt’s die Wahnsinns-Bomberjacke mit ihren coolen Patches nochmal in voller Pracht & Nähe zu bestaunen: 

Übrigens ein spontanes Geschenk beim Shopping vom Liebsten. Wieso? Einfach, weil er cool fand, dass ich mich traue, die Jacke zu rocken. #HELLYES!

Love,

Nathalie

Instagram killed the blog star

25/06/2016

Jacket: lookbook store // Jeans: Zara / Necklace: Bijou Brigiitte // Shoes: Nike W Air Max 90 JCRD PRM // Top: Zara

Photography: Felix M.

Video killed the radio star – Instagram killed the blog star.

Kaum zurück und schon die ersten kritischen Worte auf dem Blog. Doch ist es nicht das, was uns Blogger ausmachen sollte? Blogger – da ist es wieder dieses Wort über das ich mir die letzten Wochen den Kopf zerbrochen habe. Bin ich das überhaupt noch? Klar, ich habe einen Blog. Doch was heute selbstverständlich zu einem Blogger gehört wie Kim zu Kanye ist ein erfolgreicher Instagram Kanal. Betrachtet man die Entwicklung der letzten 12 Monate wurden aus 10k als Erfolgsmaß rasend schnell 100k. Ich frage mich, wer da noch mithalten kann – oder die notwendige Summe aufbringt diese Masse an Followern zu kaufen… Irgendwas habe ich in den letzten Jahren verpasst, war Instagram für mich wohl zu lange eine Bildbearbeitungsapp mit Sharing-Charakter. Mittlerweile scheint Instagram für mich eine Maschine zu sein, die teils willkürlich Social Media Stars hervorbringt, perfekt inszenierte Inspiration und tonnenweise Selfies zum spannendsten und scheinbar lukrativen Geschäftsmodell der 2000er macht und nicht erst seit der offiziellen Test-Einführung eines Algorithmus für mich an Sympathie verliert.

Vielleicht ist es das, was mich am Blogger-Dasein in den letzten Monaten hat zweifeln und mein eigentliche Blog-Liebe so schleifen hat lassen: das offensichtliche Versagen auf Instagram. Mit knapp 9k gehöre ich zum absoluten unteren Durchschnitt, haben zahlreiche blonde Instagramschönheiten mit Fotohobby mich in ihrer Followerzahl längst überholt. Die Interaktionsrate auf meine Instagrambilder möchte ich mir gar nicht ausrechnen, so selten bekomme ich noch auf mehr als 50 Herzen oder gar einen persönlichen Kommentar von einem User. Woran das liegen mag? Vermutlich an mir selbst, an meiner relativ niedrigen Postingfrequenz oder meiner eigenen, geringen Interaktion. Doch ist es bei einer 40-Stunden-plus-Woche wirklich das Erste, das ich mit meiner freien Zeit machen sollte? Liken, kommentieren und Usern folgen? Für mich geht Zeit mit meinen Liebsten, Fitness oder Kraft tanken vor. Was aber, wenn ich genau daran gemessen werde? Wenn zu selten guter Content an erster Stelle, sondern eine möglichst große Instagram Followerschaft steht? Vor allem in der Zusammenarbeit mit Marken oder Agenturen ist diese Entwicklung nicht mehr zu übersehen. Werde ich noch an meinen Blogposts gemessen? Oder steht mein Instagram-Kanal – ein schöner Ausläufer und toller Support-Kanal – über hochwertigem Content? Dabei möchte ich die auf Instagram erfolgreichen Mädchen, Marken und Persönlichkeiten gar nicht kritisieren, ich bewundere sie. Für ihre durchdachte Bildwelt, ihre eigen erschaffene Community, ihr Durchhaltevermögen und dafür, dass sie sich auf die Plattform, ihre Eigenheiten und die oft angreifenden oder kritischen Fans einlassen.

Das Thema Instagram beschäftigt mich nicht nur privat, auch beruflich als Social Media Managerin in einer Agentur mit Fokus auf Influencer Marketing, stark. Egal ob mein eigener Account oder der von Brands – nicht jeder geht gleich durch die Decke. Guter Content, hervorragende Bilder und passende Hashtags hin oder her. Nur, weil Content gut ist, wird er nicht automatisch von jedem gesehen. Wie viele deutsche Bloggerinnen überzeugen mit traumhaftem Content, wundervollen Bildern und vereinen trotzdem keine hunderttausende Fans auf Instagram? Wie viele“Instablogger“ gibt es,völlig ohne weiterführenden Link zum mit Herzblut geführten Blog?

Trotz Demotivation und Verzweiflung über meine verlorene Mühe und die wenigen darauf folgenden Herzen war die Foto-Plattform einer der Gründe meinen Blog wieder aufleben zu lassen: ich bin hier. Hier im Social Web, hier mit in meinen Augen gutem Content, mit nun neuer Motivation und nicht zu vergessen mit einer Community. Auf meiner Facebook Seite (ja, Facebook gibt es noch) habe ich erst kürzlich einige Anfragen bekommen, wann ich denn wieder neue Posts bringe. Und genau das zeigt mir, dass es keine 100k auf Instagram braucht, um Menschen mit Inhalten, Artikeln, Tipps und Outfits zu begeistern. Auch, wenn ich mir so manchmal Sorgen um das Medium Blog mache, weiß ich:  Es braucht den Blogger und es braucht euch – egal, ob wir gemeinsam das Netz zum Beben bringen, oder nur ein kleines Zittern erreichen. Und ich bin dankbar über jeden einzelnen von euch, egal ob auf Instagram, Facebook, dem Blog selbst oder gar auf Snapchat. You guys rock!  

Wie steht ihr zur aktuellen Entwicklung auf Blogs hin zu Instagram?

Love,

Nathalie

 

 

Alles auf Anfang – Back with a bang!

23/06/2016

Back with a bang! 

coat: H&M // jeans: Zara // sneakers: Nike Airmax 90 // top: TK Maxx // bag: Michael Kors

Ich bin zurück – und könnte über meinen Blog-Neustart, wie ich es nenne, nicht glücklicher sein. Wieso zurück? Mein Blog war nie verschwunden, ich nie abgetaucht, doch gab es in den letzten Monaten viele offene Baustellen, große persönliche Projekte und wenn wir ganz ehrlich sind, gibt es Momente, Anfänge und freie Zeit, die man mit niemandem teilen möchte. Weil diese Augenblicke so unendlich schön, aufregend und manchmal auch schwierig sind, dass sie niemandem außer einem selbst gehören. Zum Beispiel die Liebe. Oder die ersten großen gemeinsamen Pläne. Und manchmal erfordern diese Pläne viel Zeit, Geduld und Kraft. Wovon ich spreche? Wer mir auf Snapchat folgt (@fashion4idiots), kennt das Mammutprojekt der letzten Monate: Unsere erste gemeinsame Wohnung in München. Damit verbunden: viele Entscheidungen, hunderte Besichtigungen, ein jedes mal die erneute Enttäuschung über die vermeintliche Traum-Wohnung im oft schäbigen Zustand oder das Zittern um eine Zusage. Auf diese viermonatige Zitterpartie folgte nicht nur der Auszug aus dem Hotel Mama, das Verlassen des Nestes, sondern auch lebenswichtige Entscheidungen welche Wandfarbe sich im Schlafzimmer wohl am besten zu den bereits ausgesuchten Dekoteilen macht. Ihr seht, die letzte Zeit war spannend. Besonders, weil das Bloggen (leider) nicht meine Hauptbeschäftigung ist – 40 Stunden plus in der Werbebranche gehören zu meinem Alltag auch dazu. Und das ist gut so. Doch jetzt, wo die #Edelabsteige in voller Pracht eingerichtet ist und insgesamt 2 Stunden Pendeln zu angenehmen 15 Minuten U-Bahn-Fahrt wurden, soll es auch hier weitergehen. Mein Blog hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Teil von mir etabliert – ein Ventil für meine Worte, Kreativität und der wohl der schönste aller Wege mit Lesern aus aller Welt in Kontakt zu kommen. Irgendwas fehlte. Und da bin ich wieder. Mit dem finalen Versprechen euch regelmäßig mit gutem Content zu versorgen, immer neue Outfits zu kreieren und meinem Namen als Münchner Bloggerin alle Ehre zu machen. Mit dem Wunsch mich und meinen Blog wieder zu etablieren, weiterhin tolle Kontakte knüpfen zu können und spannende Projekte mein Eigen nennen zu können. Dafür möchte ich auch neue Wege einschlage, neue Kategorien auf dem Blog etablieren, mit tollen Fotografen, Agenturen und Partnern zusammenarbeiten und meinen Blog zum kleinen virtuellen Gesamtkunstwerk machen. Ich möchte für euch herausstechen, Inspiration für euch sein und eine Anlaufstelle in Sachen Lifestyle, mich abgrenzen von so manchen Vorurteilen in der Bloggerszene und diesen Blog wieder zu meinem Baby machen. Neben den vielen neuen, geplanten Inhalten auf dem Blog selbst, werde ich auch auf meinen Social Media Kanälen tiefer in meine Welt eintauchen lassen und die Kanäle effizienter miteinander verknüpfen, damit ihr keinen meiner Posts mehr verpasst! Die Pläne eines neuen Logos habe ich noch gar nicht erwähnt, ach was solls. Wir starten einfach, ohne Schnickschnack und großes Hallo. Hier bin ich wieder!

Love,

Nathalie